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Schneechaos: So baut man eine Antennenheizung selbst
Von Thomas Riegler -6. Februar 2026, 6:44



Schneefall ist Gift für die Sat-Antenne. Zumindest, wenn er in ihr liegen bleibt und den Empfang unmöglich macht. Unangenehm, wenn die Schüssel im Winter schwer oder nicht erreichbar ist. Eine Antennenheizung hilft hier weiter. Sie kann man sich für kleines Geld bauen.


Die Ausgangssituation

Befindet sich die Sat-Schüssel auf dem Dach, kann der Empfang während des Winters in Extremfällen für Wochen ausfallen. Zumindest nach starkem Schneefall und einer anschließenden, lang anhaltenden Schlechtwetter-Periode, die es unmöglich macht, dass der Schnee von der Sonne geschmolzen wird. In gebirgigen Regionen kann erschwerend hinzu kommen, wenn man auf der Schattenseite eines Berges wohnt und die Sonne über Wochen und mehr gar nicht über den Berg kommt.


Eine Antennenheizung muss her

Antennenheizungen gibt es zum Nachrüsten für mehrere hochwertige Schüsselmodelle. Einzige Voraussetzung: Sie muss aus Metall sein. Also aus verzinktem Stahl oder noch besser, aus stabilem Aluminium. Doch sind die angebotenen Heizungssysteme wirklich das, was man sucht?




Welche Antennenheizungssysteme?

Die im Fachhandel angebotenen Antennenheizungen sind durchweg automatisch arbeitende Systeme. Sie überwachen die Temperatur und Luftfeuchtigkeit und schalten sich selbst ein, wenn Vereisungsgefahr oder Schneefall droht. Weiter sorgen die an der Rückseite aufgeklebten Heizungen für optimale Wärmeverteilung. Durch Isoliermatten oder –schalen sorgen sie ferner dazu, dass keine Wärme ungenutzt nach hinten entweichen kann.

Im Fokus solcher Heizungen stehen Qualität und Zuverlässigkeit, die unter anderem dadurch erreicht wird, indem es solche Heizungssysteme zum Teil gar nicht allein, sondern nur gemeinsam mit der Antenne, auf der sie bereits montiert sind, zu kaufen gibt. Dass das seinen Preis hat, versteht sich von selbst.

1.000 Euro oder sogar deutlich mehr, sind da schnell erreicht. Selbst vergleichsweise simple Nachrüstlösungen erleichtern das Konto in der Regel um mehrere hundert Euro. Womit sich die Frage stellt, ob diese Kosten für den privaten Sat-Empfang gerechtfertigt sind. Schließlich wird man die Heizung nicht oft brauchen. Vielleicht auch mal gar nicht während eines Winters.


Wo braucht es eine Heizung?

Die jahrzehntelange Erfahrung hat gezeigt, dass eine Heizung am Reflektor nur die halbe Miete ist. Mindestens genauso wichtig ist der LNB-Arm. Er ist zwar durchweg so konstruiert, dass auf ihm kaum Schnee zu liegen kommen sollte, die Praxis lehrt aber etwas anderes. Denn für den Ausfall des Satellitenempfangs zeichnet nicht nur die Schneemenge im Reflektor verantwortlich, sondern auch jener wenige Schnee, der sich unmittelbar vor dem LNB aufbaut und so dessen Sicht zum Reflektor verhindern kann. Es gilt also nicht nur den Reflektor, sondern auch den LNB-Arm und den Bereich unmittelbar vor dem LNB zu heizen.




Heizung selbst bauen?

Selbst eine Antennenheizung zu bauen, bringt mehrere Vorteile mit sich. Zunächst einmal lässt sie sich optimal an die vorhandene Metallschüssel anpassen. Weiter können auch der LNB-Arm und der kritische Bereich unmittelbar vor dem LNB Berücksichtigung finden. Weiter gibt der Eigenbau die Gelegenheit, die Heizung auf das wirklich notwendige zu reduzieren und so echt viel Geld zu sparen.


Welches Heizmedium?

Im Bastel- und Haushaltsbereich findet man diverse Heizfolien, die auf der Reflektorrückseite einfach aufgeklebt werden könnten. Attraktiv wären diese Folien auch gewesen, weil sie meist mit Niederspannung um 24 V betrieben werden. Was die Betriebssicherheit spürbar steigern würde. Andererseits sind solche Folien meist mit nur sehr filigranen Anschlussdrähten versehen. Sie erweckten jedenfalls nicht den Eindruck, für den Einsatz im Freien gemacht worden zu sein. Weiter sind solche Heizfolien meist ziemlich klein oder lassen sich nur unzureichend an die Wölbung des Reflektors anpassen. Es bräuchte also mehrere Folienstücke, was den Preis der Heizung in die Höhe treiben würde.

Auch Gartenheizmatten scheiden aus. Sie wären zwar für den Betrieb im Freien vorgesehen, sind aber in der Regel zu groß, um effizient auf einem Reflektor angebracht werden zu können. Was ohnehin nicht faltenfrei gelingen würde.




Alternative: Dachrinnenheizung

Eine Dachrinnenheizung ist vereinfacht ausgedrückt nichts anderes als ein langes Kabel, in dem sich ein Heizdraht befindet. Dachrinnenheizungen werden betriebsfertig in mehreren Längen angeboten und sind selbstredend für den Einsatz im Freien geeignet. Auch das beheizen und abtauen einer Dachrinne entspricht in groben Zügen dem, was man sich von einer Antennenheizung erwartet. Weitere Vorteile: Ein Dachrinnenheizungskabel ist relativ gut biegbar und lässt sich so an die Gegebenheiten leicht anpassen. Zudem lässt es sich mit einem Aluminium-Klebeband leicht an der Schüssel anbringen. Alu-Klebeband empfiehlt sich wegen seiner guten Wärmeleitfähigkeit und guten Haftkraft.

Für eine 90-cm-Antenne empfiehlt sich eine Dachrinnenheizung, die direkt an 230 Volt Wechselspannung betrieben werden kann und eine Gesamtlänge von rund 12 Meter aufweist. Die Leistungsaufnahme wird gewöhnlich pro Meter Länge angegeben und liegt bei etwa 16 Watt. Bei einer Länge von 12 Metern entspricht das einer Gesamtleistungsaufnahme von rund 190 Watt.

Gegen Ende des Kabels kommen Dachrinnenheizungen mit einem eingebauten Thermostat. Es schaltet die Heizung bei erreichen von etwa drei Grad Celsius ein und lässt sie so lange in Betrieb, bis die Temperatur wieder über plus drei Grad Celsius steigt. Für eine Antennenheizung ist das eine wenig praktikable Lösung, da sie ja nicht laufen muss, wenn kein Schnee vorhanden ist. Außerdem kann das Thermostat im Inneren des Dachbodens zu liegen kommen, wo es deutlich wärmer sein kann, womit sich die Heizung gar nicht einschalten würde.

Deshalb empfiehlt sich, das Thermostat aus der Dachrinnenheizung zu entfernen. Was selbstverständlich nur im ausgesteckten Zustand erfolgen darf. Ohne Thermostat wird die Dachrinnenheizung sofort warm, nachdem sie eingesteckt wurde.




Wie ist die Dachrinnenheizung zu steuern?

Die simpelste Variante ist, die Heizung manuell einzustecken, wenn sie gebraucht wird. Wann sie einzustecken ist, verraten das Wetter und die Signalstärkeanzeige des Receivers. Herrscht bereits seit längerem anhaltend dichter Schneefall, ist die Wahrscheinlichkeit der Schneeansammlung im Reflektor und vor dem LNB groß.

Ist zudem etwa anhand der in der Infobox nach einem Kanalwechsel integrierten Signalstärkeanzeige zu erkennen, dass die Signalstärke bereits merklich nachgelassen hat, ist es Zeit, die Heizung einzustecken. Sie bleibt dann solange eingesteckt, bis sich die Empfangssituation wieder normalisiert hat. Erkennt man bereits Klötzchenbildungen im Bild, befindet sich die Schüssel bereits unmittelbar vor dem Ausfall. Also höchste Zeit, die Heizung zu aktivieren.

Mehr Komfort erreicht man, wenn die Dachrinnenheizung über eine WLAN-Steckdose angeschlossen wird. Sie lässt sich bequem per App schalten und erfordert nicht, dass man auf den Speicher muss.


Wie ist die Dachrinnenheizung zu montieren?

Da das Dachrinnenheizungskabel kreuzungsfrei auf der Antenne zu befestigen ist, gilt es zunächst genau zu überlegen, wie es aufgeklebt werden soll. Die Beantwortung dieser Frage wird von der Konstruktion der Antenne mit bestimmt.

Verfügt diese über einen breiteren LNB-Arm, beginnt man an einer seiner Seiten und führt das Heizungskabel zunächst in Richtung LNB, wo eine Schlaufe unter dem Feed zur gegenüberliegenden Seite des LNB-Arms zu verlegen ist. Zurück geht es an der zweiten Seite des Arms. Beim Reflektor angelangt, wird eine Schlaufe gebildet, damit sich das Kabel nicht an der Reflektorkante aufreiben kann.

Weiter wird es zur Reflektor-Rückseite geführt. Hier wird es zunächst beginnend an einer Seite der Masthalterung, in einem großen Kreis am äußeren Rand des Reflektors mit kurzen Alu-Klebestreifen angeklebt. Nachdem mit dem Kabel das gegenüberliegende Ende der Masthalterung erreicht wurde, ist eine 180-Grad-Schleife mit dem geringstmöglichen Biegeradius zu formen und ebenfalls anzukleben.

Nun geht es an der Reflektorrückseite mit etwas Abstand in einem kleineren Kreisbogen wieder zurück in die Nähe des Ausgangspunkts. An der Rückseite einer 90-Zentimeter-Schüssel findet so auch noch ein dritter, kleiner Kreisbogen Platz. Anschließend ist das Heizkabel über die Mastschelle zum Antennenmast zu führen.

Von den 12 Meter Länge des Dachrinnenheizungskabels werden etwa zehn Meter im Bereich der Schüssel verlegt. Die verbliebenen zwei Meter dienen dazu, das Kabel ins Innere des Dachbodens zu leiten.




Wie viel kostet die Heizung?

Zugegeben, einen Designerpreis wird man für eine derart angebrachte Dachrinnenheizung kaum bekommen, was aber insofern egal ist, da man sie auf dem Dach ohnehin kaum zu sehen bekommt. Entscheidend sind aber die ordnungsgemäße Funktion und auch der Preis. Für eine zwölf Meter lange Dachrinnenheizung und das benötigte Alu-Klebeband sind 50 bis 60 Euro zu veranschlagen. Das ist Bruchteil dessen, was für eine „echte“ Sat-Schüssel-Heizung zu bezahlen wäre. Für das Verlegen des Heizungskabels sind rund zwei Stunden Arbeitszeit zu veranschlagen.


Wie langlebig ist diese Heizung?

Am Testort wurde eine solche Eigenbau-Antennenheizung bereits vor zwölf Jahren installiert und hat sich seit damals bestens bewährt. Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass die Haltbarkeit der Aluminium-Klebestreifen begrenzt ist. Sie beginnen sich zu lösen und aufzubrechen. Deshalb sind die Klebestellen rechtzeitig zu erneuern. Das ist etwa alle fünf Jahre der Fall.




Wie funktioniert die Heizung?

Auch wenn eine Dachrinnenheizung den Reflektor nicht annähernd so gleichmäßig zu erwärmen vermag, wie eine Profiheizung, so funktioniert sie doch deutlich besser, als man erwarten würde. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit von Metallen werden recht schnell auch jene Zonen erwärmt, hinter denen sich keine Heizung befindet. Von Vorteil ist ferner, dass auch der Bereich vor dem LNB erwärmt wird. Damit verringert sich die Ausfallwahrscheinlichkeit der Antenne weiter.

Wird die Heizung erst aktiviert, nachdem der Empfang wegen des Schnees bereits zum Erliegen gekommen ist, dauert es rund eine halbe Stunde, bis das TV-Bild wieder auf den Bildschirm zurück kommt. Je nach der Menge des an der Antenne angesammelten Schnees kann es bis zu zwei bis drei Stunden dauern, bis die Schüssel komplett schneefrei ist. Die Dauer hängt auch davon ab, ob es noch weiter schneit oder nicht. Idealerweise wird die Heizung bereits in Betrieb genommen, bevor es zum Ausfall kommt. So bleibt die Antenne dauerhaft auf Empfang..

Auf Dauer gesehen hat sich diese simple Eigenbau-Antennenheizung bewährt. Angesichts dessen, dass sie während der Wintermonate, falls überhaupt, nur ausgesprochen selten benötigt wird, stellt sie ein ideales Preis-Leistungsverhältnis dar.

quelle: digitalfensehen.de


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