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Batterie mit 1.000-jähriger Haltbarkeit geplant |
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Batterie mit 1.000-jähriger Haltbarkeit geplant
Ohne Aufladen oder Austausch von Teilen soll die Batterie praktisch unbegrenzt lange einen gleichmäßigen elektrischen Strom liefern.
Mario Petzold
2. April 2025, 15:15 Uhr
Auf dem Frühlingstreffen der American Chemical Society vom 23. bis 27. März ist eine weitgehend sichere Batterie vorgestellt worden, die auf nuklearem Zerfall basiert. Verwendet wird das auch in der Natur vorkommende Radioisotop des Kohlenstoffs C14, das sowohl in der Anode als auch der Kathode der Batteriezelle Verwendung findet.
Dieses sendet Betastrahlung aus, wobei es sich in natürlichen und nicht radioaktiven Stickstoff umwandelt. Weil dieser Prozess mit einer Halbwertszeit von annähernd 6.000 Jahren abläuft, kann die Batterie ihre ursprüngliche Leistung theoretisch ein paar Jahrtausende aufrechterhalten.
Gut beherrschbar und weit verbreitet
C14 kommt praktisch überall auf der Erde vor. 50 Milliarden Atome davon finden sich in einem Gramm Kohlenstoff, was allerdings nur einem Billionstel aller enthaltenen Kohlenstoffatome entspricht. Das Isotop entsteht bei der Interaktion von Stickstoff und kosmischer Strahlung.
Ein Neutron trifft dabei auf Stickstoff, bei diesem Zusammenstoß wird ein Proton ausgesendet. Aus N14 mit sieben Protonen wird C14 mit sechs Protonen.
Weil dieser Prozess in den meisten Atomreaktoren ebenfalls zu beobachten ist, hat die Häufigkeit des Isotops in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Gleichzeitig sind die Kosten gegenüber anderen Radioisotopen deutlich niedriger, auch wenn nichts davon im klassischen Handel erhältlich ist. Zu Recht.
Auch Betastrahlung ist gefährlich und kann verschiedene Krebsarten in Lymphdrüsen, Lunge oder auf der Haut auslösen, wenn es zu einem direktem Körperkontakt mit entsprechenden Stoffen kommt. Es genügt allerdings bereits eine dünne Schutzschicht, beispielsweise Alufolie, um die Strahlung vollständig abzuschirmen. Sicher verkapselt könnte ein solches System somit tatsächlich halbwegs unbdenklich sein.
Nuklearbatterien gibt es bereits
Vor allem wäre es wesentlich sicherer als diverse andere Nuklearbatterien, die zum Beispiel in Raumsonden zum Einsatz kommen. Nasa und Esa nutzen meist thermoelektrische Radioisotopengeneratoren. Ein größeres Pellet von Plutonium-238, das anders als das für Atomwaffen beliebte Plutonium-239 nicht zu einem spontanen Zerfall neigt, strahlt permanent Wärme ab. Die reicht aus, um die Elektronik einer Weltraummission zu versorgen.
Der chinesische Hersteller Betavolt kündigte zudem bereits 2024 eine marktreife Batterie mit dem Nickelisotop, N63 an. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Betatrahler, in diesem Fall mit einer Halbwertszeit von 101 Jahren. Die Haltbarkeit der Batteriezelle soll bei mindestens 50 Jahren liegen.
Problematische Effizienz
Von einer praktischen Umsetzung sind die C14-Batterie und auch die Batteriezelle mit dem Nickelisotop noch ein gutes Stück entfernt. Der chinesische Hersteller nennt eine Effizienz von fast 9 Prozent, woraus sich eine Leistung von 100 Mikrowatt ergeben soll. Selbst kleinste Leuchtdioden benötigen mehr.
Bei C14 liegt die Umwandlungsrate in Energie lediglich bei 0,5 bis maximal 3 Prozent. Die Strahlungsintensität ist zudem geringer als bei Ni63.
Zusammen mit den Gefahren, die sich durch eine Freisetzung höherer Konzentrationen in die Umwelt ergeben könnten, wird es also noch dauern, bis Batterien endlich ewig halten.
quelle: golem.de
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1000 Jahre .... kommt mir irgendwie bekannt vor...
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