FIFA: Investoren-Plan vom Tisch |
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Whitebird

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| FIFA: Investoren-Plan vom Tisch |
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Medien: UEFA diskutiert WM-Boykott
Die Europäische Fußball-Union reagierte mit scharfer Kritik auf die Medienberichte über den Verkauf von WM-Anteilen an Investoren, die dann von der FIFA bestätigt wurden. "Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften."
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge will die UEFA in den kommenden Tagen eine Dringlichkeitssitzung abhalten, um über ihre weitere Reaktion auf die Pläne zu beraten. Laut Sky, ESPN und Bloomberg soll auch über einen möglichen WM-Boykott gesprochen werden.
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| Zitat: |
FIFA: WM-Anteile an Investoren
Die FIFA sorgt mit Plänen für einen Milliarden-Deal für die Rechte an ihren Fußballturnieren für neuen Wirbel. Der Weltverband um Präsident Gianni Infantino will einen Teil der kommerziellen Rechte an seinen Turnieren an Investoren verkaufen und damit mehr als vier Milliarden Dollar erlösen, wie die FIFA mitteilte.
Künftige WM-Turniere und Club-WM sollen dann unter dem Dach eines neuen Unternehmens organisiert werden, dessen Mehrheits-Eigentümer der Weltverband wäre. Der FIFA-Kongress und das FIFA-Council müssen den Plänen zustimmen.
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Das sagt FIFA-Chef Infantino
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine Pläne zur Kommerzialisierung mit der "Demokratisierung des Fußballs weltweit" begründet. "Wir beabsichtigen, auch in die kleinsten oder entlegensten Teile der Fußballwelt massiv zu investieren", erklärte Infantino.
"Unsere nächste Wachstumsphase erfordert eine eigens dafür geschaffene Struktur, in der die kommerzielle Seite des Sports als fokussiertes, eigenständiges Geschäftsfeld agiert." Jeder Mitgliedsverband solle einen fairen Anteil erhalten, um seine eigene Zukunft zu gestalten, so Infantino.
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Hintergrund: Die Pläne der FIFA
Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Kongress und das Council plant der Weltverband die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündelt. Im FFE werden die kommerziellen Rechte an den Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt.
Private Geldgeber können rund 20 % der Anteile an der FFE erwerben. Alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände sollen ebenfalls kleinere Anteile an dem Unternehmen erhalten, die entweder behalten oder verkauft werden könnten.
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29.07.2026 11:30 |
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| Europäer drohen FIFA mit WM-Boykott |
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Europäer drohen FIFA mit WM-Boykott
Die Mitglieder der Europäischen Fußball-Union UEFA drohen im Machtkampf mit FIFA-Präsident Infantio geschlossen mit einem WM-Boykott, falls dieser den angekündigten Investorendeal durchzieht. Diese Drohung gelte so lange, wie die FIFA ihre Pläne für den Verkauf kommerzieller Rechte nicht vollständig verwerfe, teilte die UEFA nach einem Dringlichkeitstreffen mit.
Demnach habe es darüber einen einstimmigen Beschluss der 55 europäischen Vertreter gegeben. Dabei geht es offenbar um die WM der Männer 2030 wie auch um die Frauen-WM 2027 in Brasilien.
Nach UEFA: Nächster Verband gegen Pläne
Nach der WM-Boykottdrohung der europäischen Verbände hat FIFA-Präsident Gianni Infantino den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen müssen. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf lehnt die Investorenpläne geschlossen ab,wie der Verband mitteilte.
Damit positionieren sich auch die drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada. Mit den 55 Stimmen der Europäer und den 41 aus Nord- und Mittelamerika dürfte es für den FIFA-Boss schwierig werden, überhaupt eine Mehrheit zu erreichen. Insgesamt gibt es 211 Verbände.
Infantino verteidigt Reformvorschlag
Ungeachtet der Kritik will Gianni Infantino keine sinnvollen Alternativen zum von ihm vorangetriebenen Investorenplan erkennen. In einer Videobotschaft rechtfertigte der FIFA-Präsident den Einstieg als "einmalige Chance, dieweltweite Entwicklung des Fußballs deutlich zu beschleunigen".
Der Verbandspräsident bezeichnete die Investoren-Pläne als Vorschlag, der "Teil eines demokratischen Prozesses" sei. Schließlich müssten eine Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände der FIFA sowie das FIFA Council überhaupt erst zustimmen.
CAF offen für Investorenpläne der FIFA
Afrikas Fußballverband steht den Investorenplänen der FIFA offen gegenüber. Die Confederation Africaine de Football (CAF) forderte ihre 54 Mitgliedsverbände auf, sich am Konsultationsprozess zu beteiligen. Die CAF sei "entschlossen, den Dialog (...) fortzusetzen, um die finanziellen und sonstigen Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu stärken", so der Kontinentalverband.
Nach der Kritik aus Nord- und Mittelamerika (CONCACAF), Europa (UEFA) sowie Asien (AFC) ist die CAF der erste Verband, der für die Pläne offen ist.
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30.07.2026 22:02 |
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| Auch Asien gegen den WM-Plan der FIFA |
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Auch Asien gegen den WM-Plan der FIFA
Die asiatische Fußball-Konföderation wendet sich wie die UEFA sowie die Nord- und Mittelamerikanischen Verbände gegen den Investorenplan der FIFA. "Dass die Situation so weit eskaliert ist, dass ein WM-Boykott öffentlich diskutiert wird, sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft unseres Sports am Herzen liegt", teilte die AFC mit.
FIFA-Boss Gianni Infantino kann damit nicht mehr auf eine Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände für seine Pläne bauen. Nur Afrikas Fußballverband CAF hatte sich bislang dafür offen gezeigt.
FIFA: "Niemand verkauft den Fußball"
Die FIFA hatte am Freitagmorgen noch versucht, die Gemüter zu beruhigen. "Niemand verkauft den Fußball", beteuerte der Weltverband in einer Stellungnahme. Der geplante Konsultationsprozess sei durch "falsche Medienberichte gestört" worden und werde fortgesetzt.
Der europäische Fußballverband hatte am Donnerstag einen WM-Boykott beschlossen, wenn die Fifa nicht auf die Pläne verzichte. Die UEFA warnte vor einem Verkauf der "Seele" des Fußballs. Laut FIFA-Boss Infantino geht es dagegen um "die Demokratisierung des Fußballs weltweit".
Hintergrund: Die Pläne von Infantino
Gianni Infantino wollte eine neue FIFA-Tochtergesellschaft namens FFE gründen, die die Übertragungsrechte und Sponsoringverträge von FIFA-Turnieren wie der WM und der Club-WM halten soll. Investoren sollten Minderheitenrechte daran erwerben können. Allein in diesem Jahr hätte das 4,2 Mrd.Dollar (3,7 Mrd.Euro)in die FIFA-Kassen spülen sollen.
Infantino hatte allen 211 Mitgliedsverbänden eine Einmalzahlung über 20 Mio. Dollar und weitere Fördermittel in Aussicht gestellt - sofern sie seine Plänabsegnen. Laut Medienberichten sah er dafür eine Frist bis 19.September vor.
Von dem Deal profitieren würde ein Großteil der 211 Mitgliedsverbände, weil sich neben der Einmalzahlung auch die Ausschüttung an sie über das FIFA Fast Forward Programme (FFFP) mehr als verdoppeln könnte. Von derzeit acht Millionen US-Dollar pro Vierjahres-Zyklus stiege der Betrag laut Weltver-band bis 2035 auf bis zu 24 Mio.Dollar.
Infantino wiederum dürfte das Stimmen bei der Wahl im nächsten Jahr sichern. Laut "Times" hegt er zudem Ambitionen, den Vorsitz des neuen Unternehmens zu übernehmen, mutmaßlich mit lukrativem Gehalt.
Pressestimmen zum angedrohten Boykott
"The Sun" (ENG): "Das Ende der Welt. England will die Weltmeisterschaft boykottieren, nachdem die UEFA-Mitgliedsländer einstimmig beschlossen haben, den Protest gegen den geldgierigen Ausverkauf der FIFA zu unterstützen."
"Daily Star" (ENG): "Giannis Geldmacherei abgelehnt."
"Mirror" (ENG): "Gianni Infantino muss gehen. Für den FIFA-Chef gibt es nach seiner brutalen Reaktion auf die WM-Pläne kein Zurück mehr."
"The Guardian" (ENG): "Eine knapp zweistündige Krisensitzung endete mit
einer einheitlichen Haltung, obwohl zuvor befürchtet worden war, dass kleinere Länder, angelockt durch die im Rahmen von Infantinos Plan angebotenen Gelder, sich dafür aussprechen würden."
"L'Equipe" (FRA): "Das von FIFA-Präsident Gianni Infantino zur Steigerung der Einnahmen befürwortete Projekt hat in Europa heftige Kritik hervorgerufen. Die europäischen Verbände haben nun beschlossen, ihren Worten Taten folgen zu lassen."
"RMC SPORT" (FRA): "Offener Krieg: Die UEFA wird die Weltmeisterschaft boykottieren, falls das umstrittene FIFA-und Infantino-Projekt realisiert wird."
"Gazzetta dello Sport" (ITA): "Die UEFA führt einen totalen Krieg gegen Infantino. Die europäischen Verbände haben eine schockierende Entscheidung getroffen."
"Corriere dello Sport" (ITA): "UEFA fordert FIFA heraus: Der Konflikt hat eine beispiellose Eskalation erreicht."
"oe24" (AUT): "Jetzt eskaliert der Fußball-Krach endgültig."
"Blick" (SUI): "Machtkampf im Fußball. (...) Die UEFA legt sich mit dem von Gianni Infantino geführten Weltfussballverband, der FIFA, an. Es herrscht maximale Eskalationsstufe."
"Mundo Deportivo" (ESP): "Im Fußball ist eine totale Krise."
"Marca" (ESP): "Die UEFA setzt ihren Krieg mit der FIFA fort."
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Gestern, 12:07 |
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FIFA: Investoren-Plan vom Tisch
Die FIFA-Pläne, mit dem Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einzuspielen, sind vom Tisch. Der Vorschlag werde nicht weiterverfolgt, erklärte Verbandspräsident Gianni Infantristi in einer veröffentlichten Stellungnahme.
"Nach sorgfältiger Abwägung aller Standpunkte ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt hat", schrieb Infantino. Diese lägen - unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung - nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels, begründete der Schweizer seine Kehrtwende.
Die FIFA beugte sich damit dem massiv gewordenen Druck. Die UEFA hatte mit einem WM-Boykott gedroht. "Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste Generation verwaltet", schrieb die Europäische Fußball-Union.
Auch die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige CONCACAF und der asiatische Fußballdachverband AFC gingen deutlich auf Distanz zu Elefanfantino und seinen Plänen. Südamerikas Verband CONMEBOL wollte die Pläne dagegen weiter prüfen, genau wie Afrikas Verband CAF und Ozeaniens OFC.
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Heute, 11:25 |
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