Whitebird

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Amazons neues Streaming-Gerät hat viele Nachteile
Amazon bringt einen neuen Fire TV Stick auf den Markt. Das HD-Modell hat im Vergleich zum Vorgänger erhebliche Nachteile, auch bei der Hardware.
16. April 2026 um 09:35 Uhr / Ingo Pakalski
Amazon bringt einen neuen Fire TV Stick HD auf den Markt, der viele Funktionen und Möglichkeiten des Vorgängermodells nicht mehr kennt. Der Grund ist, dass das neue Streaminggerät nicht mehr mit einem auf Android basierenden Fire OS, sondern mit Amazons Vega OS läuft.
Weder in der Presseankündigung noch auf der Produktseite des neuen Fire TV Stick HD weist Amazon auf den Einsatz von Vega OS hin. Lediglich der Hinweis auf das Fehlen von Sideloading deutet das verwendete Betriebssystem an. Amazon informiert Interessenten weiterhin unzureichend; das gleiche Problem existiert auch beim ersten Vega-OS-Gerät Fire TV Stick 4K Select (g+).
Durch den Wegfall von Sideloading lassen sich nur noch Apps installieren, die es in Amazons Appstore gibt. Die Auswahl an Apps für Vega OS ist zudem wesentlich geringer als für Geräte mit Fire OS. Im Unterschied zu bisherigen Fire-TV-Geräten mit Fire OS lassen sich keine USB-Speicher mehr an den Vega-OS-Geräten betreiben.
Fehlende Funktionen bei Vega OS
In unserem Test des Fire TV Stick 4K Select fehlten die sonst üblichen Toneinstellungen Nachtmodus und Dialogverstärkung sowie alle Alexa-Heimkinofunktionen, und es gab kein Matter Casting. Außerdem dekodiert das Select-Modell keine Dolby-Signale mehr, was bei der Alexa-Nutzung zu unschönen Effekten führt.
Ob diese Funktionen auch beim Fire TV Stick HD fehlen, ist noch nicht bekannt, weil Amazon dazu keine Informationen bereitstellt. Offen ist auch, ob weitere Funktionen gestrichen wurden.
Wer die Produkteigenschaften des neuen Fire TV Stick HD genau liest, bemerkt einen weiteren Unterschied zu bisherigen Streaminggeräten von Amazon: Das neue Modell wird ohne USB-Netzteil ausgeliefert, es liegt nur noch ein USB-Kabel bei. Auch das HDMI-Verlängerungskabel wird weg gelassen. Im Unterschied zu bisherigen Fire-TV-Sticks hat das neue Modell keine Micro-USB-Buchse mehr, sondern erstmals eine USB-C-Buchse. Ein passendes USB-C-Kabel wird mitgeliefert, dabei lässt Amazon offen, was für ein USB-Stecker auf der anderen Seite verwendet wird.
Diese Verbesserungen verspricht Amazon für den Fire TV Stick HD
Der neue Fire TV Stick HD nutzt wie das Vorgängermodell einen Quad-Core-Prozessor mit 1,7 GHz und 8 GByte Flash-Speicher. Die Größe des Arbeitsspeichers nennt Amazon auf der Produktseite nicht. In Pressematerialien heißt es, das neue Modell sei durchschnittlich 30 Prozent schneller als der Vorgänger.
Der neue Stick zeigt Inhalte maximal in Full-HD-Auflösung an. Im Unterschied zum Vorgängermodell werden auch HDR10 sowie HDR10+ unterstützt. Die mitgelieferte Fernbedienung besitzt App-Tasten, allerdings nennt Amazon diese nicht vollständig. Beim Select-Modell sind Tasten für Prime Video, Netflix und Disney+ vorhanden. Eine vierte Taste öffnet eine App-Übersicht. Ob es diese Belegung auch beim neuen Modell gibt, ist nicht bekannt.
Statt Bluetooth 5.0 wie beim Vorgänger wird Bluetooth 5.3 verwendet, und es wird Wi-Fi 6 statt nur Dual-Band-WLAN geboten. Der Streamingstick selbst soll kleiner sein als bisher. Das dürfte für die meisten Kunden allerdings keine Rolle spielen, weil das Gerät meist hinten am Fernsehgerät angeschlossen ist und der Platz auch für einen größeren Stick ausreicht.
Fire-TV-Oberfläche enthält viel Werbung
Alle bisherigen Fire-TV-Geräte zeigen auf dem Startbildschirm viel Werbung. Wer sich für die Geräte interessiert, erfährt aber weiterhin nicht, dass es sich um ein werbefinanziertes Produkt handelt, weil Amazon dazu nach wie vor keine Angaben auf der Produktseite macht.
Wie bei anderen Fire-TV-Geräten setzt Amazon auf Updates, die sich nicht ausschalten lassen. Es ist lediglich möglich, den Zeitpunkt der Installation zu bestimmen. Der Fire TV Stick HD soll in Kürze spezielle Fire TV Channels erhalten. Dabei handelt es sich um werbefinanzierte Angebote, die sich ohne Registrierung nutzen lassen sollen. Amazon spricht von einer Bereitstellung in Kürze und nennt keinen genauen Termin.
Fire-TV-Update soll diesen Monat erscheinen
Ab Ende April 2026 will Amazon auch in Deutschland das Anfang 2026 vorgestellte Update der Fire-TV-Oberfläche verteilen, die es dann auch für Geräte mit Fire OS geben soll. Der Start von Streamingapps soll vereinfacht werden, indem sich künftig bis zu 20 Apps als Direktstart auf dem Startbildschirm ablegen lassen.
Bisher können dort sechs Favoriten-Apps platziert werden, die direkt neben der Hauptnavigation zu finden sind. Der neue Apps-Bereich wandert weiter nach unten. Interne Optimierungen sollen bei der Navigation über den Startbildschirm eine höhere Geschwindigkeit bringen.
Bisher vermischt Amazon Aboinhalte mit Kauf- und Leihtiteln auf der Fire-TV-Oberfläche, ohne dass Prime-Abonnenten dies auf einen Blick erkennen können. Auch komplett werbefinanzierte Inhalte werden oft in die Oberfläche integriert. Von Amazon gibt es keine Andeutung dazu, dass dies mit dem Update geändert werde.
Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wann der neue Fire TV Stick HD mit Vega OS auf den deutschen Markt kommen werde; in den USA soll das Gerät am 29. April 2026 erscheinen. Das neue Modell kostet 45 Euro und ist damit so teuer wie der Vorgänger, der ebenfalls Fire TV Stick HD heißt und mit Fire OS läuft. Allerdings erhalten Käufer des alten Fire TV Stick HD ein USB-Netzteil und eine HDMI-Verlängerung dazu. Langfristig will Amazon den bisherigen Fire TV Stick HD nicht länger anbieten und durch das neue Modell ersetzen.
quelle: golem.de
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