Geschrieben von Whitebird am 09.09.2026 um 11:04:
Bestandskunden können die Netflix-Preiserhöhung aufschieben
Bestandskunden können die Netflix-Preiserhöhung aufschieben
Netflix erhöht die Abopreise für erste Bestandskunden. Sie können die Netflix-Preiserhöhung immerhin knapp drei Monate aufschieben.
9. September 2026 um 07:12 Uhr / Ingo Pakalski
Vor weniger als einer Woche hat Netflix die Abopreise für Neukunden erhöht, jetzt beginnt das Unternehmen bereits bei ersten Bestandskunden damit, die Preise für laufende Abos anzupassen. Ein entsprechender Hinweis zur Preiserhöhung liegt Golem vor. Wer dieser sofort zustimmt, zahlt den höheren Preis zum nächsten Abrechnungszeitpunkt. Im vorliegenden Fall ist das der 8. Oktober 2026.
Vergangene Woche hieß es von Netflix auf Nachfrage noch, dass Bestandskunden "in den kommenden Wochen" über die bevorstehende Preiserhöhung informiert würden. Dieser Zeitraum wurde im Grunde auf die kommenden Tage reduziert. Netflix informiert Bestandskunden abhängig vom jeweiligen Buchungszeitpunkt des Netflix-Abos über die Preiserhöhung.
Netflix-Abonnenten werden sowohl per E-Mail als auch über einen Hinweis in der Netflix-App selbst über die neuen Preise informiert. Sie müssen der Preiserhöhung aus juristischen Gründen aktiv zustimmen. Für die Zustimmung gewähre Netflix zunächst ein "zweimonatiges" Zeitfenster, sagte das Unternehmen Golem auf Nachfrage.
Diese maximale Ersparnis ist möglich
Sofern der neue Preis innerhalb dieser Zeit nicht akzeptiert wird, folgt eine "einmonatige Frist, nach der das Abo automatisch endet". Auf diese Weise können Abonnenten die Preiserhöhung um bis zu drei Monate aufschieben. Wenn das Premium-Abo mit zwei Zusatzmitgliedschaften genutzt wird, summiert sich die mögliche Ersparnis auf 9 Euro. Für Abos ohne Zusatzmitgliedschaften beträgt die mögliche Ersparnis 6 Euro.
Die Leistungsdaten der Abos bleiben trotz der Preiserhöhung unverändert. Das
Standardabo mit Werbung steigt im Preis von 4,99 Euro auf 6,99 Euro monatlich. Damit stehen Inhalte maximal in Full-HD-Auflösung zur Verfügung, und es sind maximal zwei parallele Streams im gleichen Haushalt möglich. Offlineinhalte lassen sich damit auf bis zu zwei Geräten nutzen. In diesem Abo fehlen einige Inhalte aus dem Netflix-Katalog.
Diese Netflix-Abos werden teurer
Der Preis für Netflix Standard ohne Werbeschaltungen erhöht sich ebenfalls um 2 Euro von 13,99 Euro auf 15,99 Euro pro Monat. Das Abo bietet die gleichen technischen Funktionen wie das Standardabo mit Werbung, ist allerdings werbefrei. Zudem ermöglicht es die Zubuchung eines Unterkontos.
Das Abo Netflix Premium kostet künftig 21,99 Euro monatlich statt bisher 19,99 Euro. Es ist das einzige Netflix-Abo, mit dem Kunden Inhalte in 4K-Auflösung und mit 3D-Klang konsumieren können. Damit sind in einem Haushalt bis zu vier parallele Streams möglich, und Offlineinhalte lassen sich auf bis zu sechs Geräten verwenden. Zudem lassen sich zu diesem Abo bis zu zwei Unterkonten alias Zusatzmitgliedschaften kostenpflichtig dazubuchen.
Höhere Preise auch für alle Zusatzmitgliedschaften
Netflix erhöht auch die Monatspreise für die Zusatzmitgliedschaften alias Unterkonten. Damit ist es möglich, Netflix offiziell in einem anderen Haushalt zu verwenden. Im Vergleich zu einem normalen Netflix-Abo gibt es allerdings Einschränkungen. So ermöglichen alle Unterkonten nur ein Profil, und parallele Streams sind generell ausgeschlossen. Downloads sind nur auf einem einzigen Gerät erlaubt.
Die Zusatzmitgliedschaft mit Werbung steigt im Preis von 3,99 Euro auf 4,99 Euro monatlich und zeigt alle Inhalte maximal in Full-HD-Auflösung. Außerdem sind nur maximal 15 Downloads pro Monat möglich. Wie bei anderen werbefinanzierten Netflix-Abos gibt es nicht den vollen Netflix-Katalog.
Netflix kündigt laufende Basisabos und nimmt sie komplett vom Markt
Der Preis für die werbefreie Zusatzmitgliedschaft erhöht sich von 4,99 Euro auf 5,99 Euro monatlich. Wird ein Unterkonto zu einem Premiumabo dazugebucht, stehen Inhalte auch in 4K-Auflösung und mit 3D-Klang zur Verfügung. Die maximalen Downloads entsprechen dabei dem Abo, zu dem das Unterkonto gebucht wurde.
Das alte Netflix-Basisabo wird zwar nicht im Preis erhöht, allerdings wird es in Kürze auch für Bestandskunden vom Markt genommen. Wer Netflix weiterhin ohne Werbung nutzen möchte, muss sich auf eine Preiserhöhung von 60 Prozent einstellen, weil dann ein Wechsel in das teurere Standardabo ohne Werbung erforderlich ist.
vollständiger Text >>>quelle: golem.de