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Geschrieben von Whitebird am 15.06.2026 um 12:46:

  Routerhersteller fordern Kontrolle importierter Geräte

Routerhersteller fordern Kontrolle importierter Geräte
Aus Misstrauen gegen China verlangen fünf europäische Routerhersteller EU-weite Sicherheitsvorschriften für den Einsatz importierter Netzwerkgeräte.
15. Juni 2026 um 07:52 Uhr / Ingo Pakalski und dpa


Vier deutsche und ein litauischer Routerhersteller fordern scharfe Kontrollen importierter Internetnetzwerkgeräte in Europa. Vorbild sollen die gegen chinesische Erzeugnisse gerichteten Sicherheitsvorschriften der EU für den 5G-Mobilfunk sein.

"Router und Netzwerkgeräte müssen von der Politik ebenso stringent geschützt werden wie 5G-Netze", teilte der neu gegründete Safenet-Verband mit. Beteiligt sind die deutschen Unternehmen Fritz, Devolo, Lancom und TDT sowie Teltonika aus Litauen.

Wie das 5G-Instrumentarium der EU zielen die Forderungen auf chinesische Produkte, auch wenn diese nicht ausdrücklich genannt werden. Da Telekommunikationsgeräte von außen über das Netzwerk aktualisiert und gewartet werden können, gibt es Sorgen, dass staatliche chinesische Stellen dieses Einfallstor für Spionage und gegebenenfalls sogar Sabotage nutzen könnten, um Netzwerke im Konfliktfall stillzulegen.


Router und Netzwerkgeräte aus China als Risiko

Die Ampel-Koalition hatte den 5G-Mobilfunkanbietern vorgeschrieben (g+), ab 2026 keine Komponenten der beiden chinesischen Hersteller Huawei und ZTE im Kernnetzwerk mehr zu verbauen.

Laut einer von den Firmen zitierten Studie laufen aber nur sieben Prozent des europäischen Internetverkehrs über den Mobilfunk, 93 Prozent hingegen über Router und Heimnetz-Gateways. Der Marktanteil chinesischer Hersteller in diesem Bereich beläuft sich demnach auf knapp 40 Prozent.


Das wird gefordert

Die fünf heimischen Unternehmen werfen der Politik vor, dass die EU-Märkte in diesem Bereich offen für außereuropäische Produkte seien, die strategische Abhängigkeiten erzeugten und Sicherheitsrisiken darstellten.

Entsprechend haben die Unternehmen drei Forderungen: Hersteller und Internetanbieter sollen ausweisen, wo Geräte und Firmware hergestellt und entwickelt werden. Behörden, Betreiber kritischer Infrastruktur und öffentlich finanzierte Einrichtungen sollen europäische Netzwerktechnologie nutzen. Und die EU soll neben dem 5G-Instrumentarium vergleichbare Sicherheitsvorschriften für Router und Netzwerktechnologie erlassen.

quelle: golem.de


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